wenn etwas hilft mit Sicherheit, dann Zeit

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Der wunderschöne morgendliche Ausblick vom Klapsenbalkon. Ich genieße gerade eine Zigarette zwischen zwei Therapien. Heute ist bisher echt gut, auch wenn heute noch nicht wirklich lange dauert.
Heute und morgen bin ich noch hier, am Mittwoch muss ich relativ früh nach Hause und von dort zum Vertretungsarzt. Meine Hausärztin hat dummerweise Urlaub, ich muss da noch anrufen und für Mittwoch einen Termin machen. Lust habe ich nicht wirklich, aber ich muss ja wegen dem Krankenschein.
Vielleicht schaffe ich es heute mal nicht den halben Tag zu verschlafen, sondern aktiv was zu tun. Ich will in die Sonne und lesen, vielleicht kurz nach Hause (wobei das vielleicht nicht sonderlich sinnvoll ist), vielleicht kriege ich noch Besuch. Mal sehen was der Tag noch so bringt außer Therapien hier.
Gestern Abend war der Druck wieder extrem, verletzt habe ich mich nicht. Konnte ja auch nicht, ich habe schließlich wirklich nichts scharfes mehr. Die letzte tiefere Wunde ist immer noch nicht zu. Dass sie hätte genäht werden müssen weiß ich selber, dass die im Krankenhaus keinen Bock drauf hatten ist nun eben so.
Ich will wieder anfangen zu kämpfen. Gegen die Wunden, gegen die Schnitte, gegen mich und doch für mich. Ich will davon weg kommen, endlich wieder. Es hat nun lange genug gedauert, ich will das nicht mehr. Und ich weiß, dass ich das schaffen kann. Vielleicht nicht von jetzt auf gleich, von fast jeden Tag auf nichts. Aber weniger wäre ein Anfang.
Daheim will ich mir mehr und mehr einen Ort zum Wohlfühlen machen, zum ankommen, zum einfach-ich-sein.

Hey, sei nicht so hart zu dir selbst
es ist ok wenn du fällst
auch wenn alles zerbricht
geht es weiter für dich

Hey, sei nicht so hart zu dir selbst
auch wenn dich gar nichts mehr hält
du brauchst nur weiter zu geh’n
komm nicht auf Scherben zum steh’n

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