Wish somebody would tell me I’m fine

Gestern war wirklich furchtbar. Ich habe mich irgendwann nur noch im Bett zusammen gerollt und einfach nur geatmet. Heute ist es nicht wirklich besser. Dafür ist wenigstens ein wenig Druck weg, denn ich war gestern einfach nur furchtbar destruktiv. Aber immerhin habe ich es geschafft nicht ins Krankenhaus zu müssen.

Schwesterchen schrieb vorhin, dass ich nix dummes machen soll. Der Gedanke an sie in der Klinik nach meinem Suizidversuch ist ganz furchtbar und gibt mir gerade wenigstens ein bisschen Mut und Kraft durchzuhalten. Ich will ihr das nicht wieder antun. In manchen Momenten hilft selbst das nicht, hilft selbst sie und meine Liebe zu ihr nicht über diese Gedanken hinweg. Aber gerade kann ich mich daran festhalten. Und auch an der Klinik morgen. Wenn ich diesen Halt jetzt nicht hätte, ich glaube ich würde es nicht schaffen.

Und trotz all der Scheiße war ich heute konstruktiv. Nach einem ziemlichen Futterkoma nach dem brunchen heute morgen und ein wenig schlafen habe ich meine Wohnung aufgeräumt, geputzt, das Geschirr gespült und Wäsche gewaschen. Jetzt fange ich gleich an meine Sachen zu packen. Irgendwie habe ich das Gefühl, es sind ähnliche Sachen wie im Januar. Pullis, Socken, Stulpen, lange Hosen. Von wegen Sommeranfang.

Und danach hüpfe ich unter die Dusche, packe mich dann in mein Bett und bin einfach nur froh, wenn Morgen ist.

Cut my life into pieces
I’ve reached my last resort, suffocation, no breathing
Don’t give a fuck if I cut my arms bleeding

Kommentar verfassen