You are the only one who understands me.

Der Tag heute war seltsam. Ohne wirklichen Grund hatte ich Suizidgedanken und Druck. Bei dem Druck ist es teilweise einfach der Wunsch nach neuen Schnitten, ohne dass jetzt ein Auslöser dahinter steht, einfach nur schneiden um des schneidens willen.
Zuhause sein tat gut. Ich habe ganz viel nichts gemacht. Mein Katerkind gekrault. Den Meeris zugeschaut.  Mit Kuscheldecke und Katerheizung Filme geschaut. Zwischendurch mit Lili telefoniert, ich hatte schon Entzugserscheinungen.

Über die Hälfte meines Aufenthaltes hier ist nun schon wieder vorbei. Ich habe Momente extremer Anspannung ausgehalten ohne zu schneiden. Ich weiß, dass ich es schaffen kann. Ich muss mir einfach nur selbst genug wert sein um in solchen Momenten dann zu kämpfen, stark zu bleiben, zu skillen und dem Drang nicht nachzugeben. Vielleicht kriege ich es hin. Die Selbstverletzung ist jedenfalls schon weniger geworden als die mal war. Es ist nicht mehr täglich, selten wöchentlich. Manchmal schaffe ich es 2 Wochen am Stück ganz ohne. Es wird wieder besser. Nach nun bald einem Jahr Kampf darf es das auch gerne werden.

Schwester Sabine hat mich vorhin nochmal auf gestern angesprochen. Das sie erschrocken war über meine heftige Reaktion (na ich ja auch) und es von ihrer Seite nichts an unserer Beziehung ändert und nicht zwischen uns steht. Das beruhigt mich. Sie gehört mit zu meinen liebsten Mitarbeitern hier. Nett sind sie wirklich alle, aber bei ihr kommt auch noch die  Kompetenz in Sachen Borderline dazu, dass macht sie dann zu einem guten Ansprechpartner und sie kümmert sich auch wirklich lieb um so vieles.

Nun verkrümel ich mich ins Bett. Noch 3 Nächte, dann schlafe ich wieder in meinem Bett inklusive Katerkind.

Positives:
die Tiere.
Rumhängen und nichts tun und sich dabei nicht schlecht deswegen fühlen.
Telefonat mit Lili.
Puzzlen.
Daheim sein.

Barefoot through the sinking sand.
You and me just hand in hand.
Say we’ve got the strength to fight.
Come walk with me…

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